Ein perfekter Mord
7. Klasse des Stiftland-Gymnasiums inszeniert Schultheater
Deutschunterricht einmal anders, hieß es in den vergangenen Wochen der Klasse 7b des Stiftland-Gymnasiums. Das Ergebnis war ein selbst inszeniertes Theaterstück.
Müssen Schüler einen literarischen Text immer nur lesen und auswerten, um ihn zu verstehen oder geht es auch anders? Diese Frage stellte sich auch Lehrerin Veronica Stahl und entschloss sich dazu, mit ihrer Klasse einen anderen Weg zu beschreiten. So wurde die Kriminalgeschichte „Ein perfekter Mord“ von Cyril Hare szenisch umgesetzt. Eine Geschichte, bei welcher der Mörder Ted Brackley die Identität seines Opfers Derek Walton annimmt, um sich ein perfektes Alibi zu verschaffen, bei welcher sich durch einen Zufall jedoch auch herausstellt, dass das Opfer kurz vor seinem Tod ebenfalls einen Mord begangen hat, sodass letztlich doch die Gerechtigkeit siegt und Ted Brackley wegen Mordes verurteilt wird.
Komplettes Theaterstück
Innerhalb von nur drei Wochen stellten die Jugendlichen ein komplettes Theaterstück auf die Beine, indem sie sich zunächst mit den einzelnen Figuren, der Situation und den räumlichen Begebenheiten des Stückes vertraut machten und anschließend in einzelnen Gruppen ein vollständiges Drehbuch erstellten. Doch damit war die Arbeit noch nicht getan. In einem weiteren Schritt setzten sie sich nicht nur genau mit ihren Rollen auseinander, sondern errichteten auch ein gesamtes Bühnenbild, kümmerten sich um Musik, Licht, Kostüme und Requisiten.
Aufführung
So war es durch die engagierte Arbeit der Klasse möglich, den 5. Klassen nach nur drei Wochen ein komplettes Theaterstück zu präsentieren, welches mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Dieses wurde auf zwei voneinander getrennten Bühnenschauplätzen aufgeführt, dem Gerichtssaal auf der einen und der Szenenbühne auf der anderen Seite. So konnten die Zuschauer nicht nur die Geschehnisse der Handlung nachverfolgen, sondern auch den Sieg der Gerechtigkeit durch das Ergebnis der Gerichtsverhandlung nachempfinden.
Echte Teamfähigkeit
Besonders stolz war Lehrerin Veronica Stahl auf die Organisation- und Teamfähigkeit in ihrer Klasse. Die Schüler haben nicht nur in der Schule selbstständig gearbeitet, sondern sich auch in ihrer Freizeit verabredet, um das Projekt zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Darin zeigt sich, dass die Schüler nicht nur mit viel Freude bei der Sache waren, sondern auch effektiv zusammenarbeiten und Literatur auf einem ganzheitlichen Weg erfahren werden kann.
V. Stahl
