Schule ohne Rassismus

Verleihung der Auszeichnung "Schule ohne Rassismus" im Februar 2014

Das Stiftland-Gymnasium erhielt das Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

„Wir wollen uns auf jeden freuen, der anders ist!“ Diese Aussage stand im Mittelpunkt eines kleinen Festaktes im Mehrzweckraum des Gymnasiums, an dem Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Franz Stahl, der Kabarettist Norbert Neugirg, der Mitbegründer der Landkreisinitiative „Aktiv gegen Rechts“ Rainer Fischer, die Gäste des Schüleraustausches mit Frankreich, Vertreter des Elternbeirates sowie die Klassensprecher und alle Oberstufenschüler teilnahmen. Der Höhepunkt dieses Festaktes war die Verleihung der Anerkennungsurkunde und des dazugehörigen Metallschildes für das Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durch die Landeskoordinatoren Zehranur Aksu und Jack Pimsai an die Schulgemeinschaft.

Den Weg zu diesem Prädikat skizzierte der erste Schülersprecher Nicolas Eismann: Vor gut einem Jahr nahm Nicolas die Anregung der Bezirksschülersprecherversammlung auf und stellte mit einem Team aus Schülern den verschiedenen Jahrgangsstufen das Projekt und seine Zielsetzungen vor. Um dieses Prädikat überhaupt für eine Schule erhalten zu können, benötigt man mindestens 70 Prozent der Unterschriften der gesamten Schulgemeinschaft und einen externen Paten, der im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. Als Pate konnte der aus Funk und Fernsehen überregional bekannte Kabarettist und Autor Norbert Neugirg, seines Zeichens Kommandant der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“, gewonnen werden. Darüber hinaus standen über 95 Prozent aller Schüler und Lehrkräfte des Stiftland-Gymnasiums mit ihren Unterschriften hinter dieser Aktion. Im Vorfeld dazu liefen bereits verschiedene Projekte, die die Zielsetzungen des Prädikats vertraten. Schulleiter Georg Hecht verwies auf das unter der Federführung der Beratungslehrerin Karin Leneis laufende Programm „Prävention im Team“. Außerdem erinnerte er an den Vortrag gegen Rechtsextremismus der bekannten Fernsehmoderatorin Mo Asumang sowie an die bewegenden Besuche von Zeitzeugen.

Im Rahmen der Veranstaltung eröffnete Lehrerin Daniela Falk die von ihr organisierte Wanderausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“. Die Themen dieser Ausstellung werden momentan in den Fächern Geschichte und Sozialkunde anhand der siebzehn informativen Schaubilder intensiv behandelt. In ihren Ansprachen ermunterten Landrat Wolfgang Lippert, Pate Norbert Neugirg und der Vertreter der Landeskoordination Jack Pimsai die jungen Leute, Probleme nicht nur zu sehen, sondern, falls nötig, auch zu handeln. Sie sollten für Demokratie und Toleranz werben, Farbe bekennen, sich öffnen und sich auf das „Anderssein“ einlassen. Für die künstlerische Untermalung des Festakts sorgten die Theatergruppe von Martina Schmelzer sowie das Instrumentalensemble der Oberstufe unter der Leitung von Stefanie Heinrich.