Schüler des SGT beim Jugendwirtschaftsgipfel in München

Ein SGT-Schüler im Gespräch mit einem der ExpertenAm 8.2.2017 hieß es für elf Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte des Stiftland-Gymnasiums Tirschenreuth ganz früh aufstehen. Denn um 6.00 Uhr stand die Fahrt zum alljährliche Jugendwirtschaftsgipfel im Münchner Funkhaus an.

Hierbei sollen Jugendliche in verschiedenen Workshops Ergebnisse und wichtige Fragen erarbeiten, welche später in einer Diskussionsrunde mit unter anderem auch hochrangigen Persönlichkeiten präsentiert werden. Teilnehmer waren zum Beispiel Staatssekretär Georg Eisenreich, Dr. Klaus-Peter Potthast, Abteilungsleiter im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Andreas Bönte, stellvertretender Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks zusammen mit Josef Schelchshorn, Vorsitzender von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern, und Personalvorstand MAN SE und MAN Truck & Bus AG und Philipp Walulis, Hörfunk- und Fernsehmoderator.

Insgesamt wurden sechs Workshops angeboten. Jeder Schüler musste sich im Voraus für einen eintragen. Meiner behandelte das Thema „Wie viel Fake steckt im Netz?“. Es gab aber auch welche, die das „Lernen 4.0“ thematisieren. Außerdem wurden Workshops zur Digitalisierung der Industrie, zu energieautarken Städten in Bayern und zur Zukunft der EU angeboten.

Nach der Begrüßung wurden alle Teilnehmer ihren Workshops zugeteilt und zogen sich dann mit der ganzen Gruppe in separate Räume zurück. Zu Beginn unseres Workshops führte der Leiter zunächst ein paar Umfragen zu unserer Benutzung von verschiedenen Medien durch. Wir wurden gefragt, wie oft wir Zeitung lesen, Radio hören und welche Youtuber wir gerne schauen. Danach erklärte man uns, wie der Algorithmus von Facebook funktioniert. Kurz gesagt: Je öfter ein Beitrag geliked und geteilt wird, desto öfter wird er anderen Nutzern angezeigt. Das ist mitunter auch einer der Gründe, warum sich Fake-News so schnell verbreiten. Und diese zu erstellen ist einfacher als gedacht. Wenn man einen Artikel auf Facebook teilt, dann kann man ganz einfach den Titel ändern und so den Kontext der Nachricht komplett verändern. Deshalb ist es wichtig, dass man bei Verdacht die Quelle überprüft, was uns im Workshop beigebracht wurde.

Dazu wurde uns ein Beispiel von einer angeblichen Vergewaltigung in Traunstein, begangen von zwei Flüchtlingen, gezeigt. Die Person verfasste einen Post auf Facebook, in dem sie den Lesern versichert, die Information aus einer sicheren Quelle zu haben. In Interviews stellte sich dann heraus, dass die Quelle der Freund eines Freundes ist und dass die Vergewaltigung nie stattgefunden hat. Obwohl der Post durch die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler sowieso an Seriosität verloren hat, sind solche Fälle ernst zu nehmen, denn auch weitaus mächtigere Organe können Fake-News in die Welt setzen, die dann viel mehr Reichweite als Privatpersonen haben.

Alle Ergebnisse, die wir erarbeitet haben, wurden dann an einer Pinnwand veranschaulicht und später ausgestellt. Zum Abschluss der Workshops gab es noch eine kleine Führung durch das Funkhaus, woraufhin dann die Mittagspause mit Buffet folgte. Anschließend fand die große Diskussionsrunde statt, in der aus jedem Workshop ein Teilnehmer den Gästen Fragen zum Thema ihres Workshops stellen konnte, welche auch ausführlich beantwortet wurden.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch ein kleiner Film gezeigt, der den Tag nochmal zusammenfasste.

Johannes Wein (Q11), Marina Richtmann (Q12)