Informatik am SGT

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Informatikunterricht am Gymnasium

Warum Informatik?

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Wer nicht mit dem Arbeits- und Kommunikationsmittel dieses Jahrhunderts umgehen kann, wird in der Gesellschaft nicht bestehen können. Deshalb ist es nötig, dass „der Computer“ ein Thema im Gymnasium ist. Inzwischen spricht man in der Pädagogik von den vier Grundfertigkeiten, die Schule vermitteln soll: Lesen, Schreiben, Rechnen und die sichere Beherrschung der digitalen Medien und Kommunikationsmittel.

Informatik am Gymnasium

Das Besondere gymnasialer Bildung liegt darin, dass die Anwendung des Gelernten für die Kinder in weiter Ferne liegt. Denn bis das Ziel des Gymnasiums, den Kindern und Jugendlichen den Besuch einer Universität zu ermöglichen, erreicht ist, wird bei den meistenunserer Schüler noch viel Zeit vergehen. Und auch der Besuch der Universität ist kein Selbstzweck, bereitet sie doch wieder darauf vor, einen verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass zwischen dem Lernen und der Anwendung des Gelernten zehn und mehr Jahre liegen.

Für den gymnasialen Unterricht und besonders für den Unterricht in einer so jungen, in ständiger Veränderung begriffener Wissenschaft wie Informatik, stellt sich so in besondere Weise die Frage. "Was bleibt?" Was ist von den Dingen, die wir heute den Kindern beibringen in zehn Jahren noch wichtig? Das werden kaum die ausgefallenen Funktionen einer Textverarbeitung sein, auch nicht die Tricks, mit denen man besonders schnell mit dem Betriebsystem umgehen kann, es werden auch nicht die Besonderheiten einer speziellen Programmiersprache sein.

Darum nehmen „theoretische“ Fragestellungen im Informatikunterricht viel Raum ein. Zum Beispiel:

Wie ist ein Textdokument allgemein aufgebaut. Wie kann man seinen Aufbau mit einfachen Mitteln präzise beschreiben, damit man ein Textdokument im Computer darstellen kann?

Wie kann man große Datenmenge so abspeichern, dass man leicht auf sie zugreifen kann und dennoch möglichst wenig Speicher braucht.

Was kann ein Computer berechnen und vor welchen Aufgebestellungen muss auch der schnellste Computer kapitulieren.

Bei diesen Inhalten kann man davon ausgehen, dass sie auch in zehn und zwanzig Jahren noch wichtig sind.

Daneben hat der Informatikunterricht auch eine „Servicefunktion“ für andere Fächer, in denen der Computer eingesetzt wird. Die Schüler erwerben eine gewisse Grundfertigkeit im Umgang mit dem Gerät und den wichtigsten Programmen, so dass sie den Computer zum Schreiben von Aufsätzen, zur Präsentation bei Referaten oder zur Informationsbeschaffung im Internet einsetzen können.

Die Informatiklehrer

Unsere Wege zur Informatik waren verschieden. Nicht alle von uns haben Informatik studiert. Manche haben sich in Kursen der Akademie für Lehrerfortbildung auf den Unterricht vorbereitet, einer hat Kurse an der Universität besucht, einige haben sich ihr Wissen im Rahmen einer schulinternen Fortbildung angeeignet. Abhängig von unserer Ausbildung unterrichten wir in verschiedenen Jahrgangsstufen. In der Oberstufe wird Informatik nur von den Kollegen unterrichtet, die auch das Fach Informatik an einer Universität studiert haben.

Brauche ich einen Computer?

Es ist gut, wenn die Schüler das im Unterricht Gelernte zu Hause am eigenen Rechner, Smartphone oder Tablet nachvollziehen können. Dazu braucht man aber keinen teuren Computer. Das einfachste, im Handel erhältliche Modell reicht für schulische Zwecke vollkommen aus.

Open Source und Offene Standards