Fächer am Gymnasium - Einheit und Vielfalt

So viele Fächer!

Solch einen Stoßseufzer wird mancher Schüler der fünften Klasse schon ausgestoßen haben, wenn er seinen ersten Stundenplan erhalten hat. Und es kommen noch mehr. Die neun Fächer, die ein Fünftklässler hat, werden sich im Lauf seines Wegs durchs Gymnasium noch einmal verdoppeln. Warum diese große Zahl an Fächern?

Fächer am Gymnasium

Im Wesentlichen liegt es daran, dass das Gymnasium auf die Universität hin orientiert ist. Die Kinder werden am Gymnasium auf den Besuch der Hochschule vorbereitet und die Fächer, die an der Uni gelehrt werden, spiegeln sich auch am Gymnasium wieder. Das hat den Vorteil, dass die Lehrer, die ein Fach unterrichten, sich in ihrem Fach wirklich sehr gut auskennen. Sie haben gemeinsam mit Studenten, die das jeweilige Fach im Vollstudium studiert haben gelernt, haben oft ähnliche Prüfungen abgelegt. So kann z.B. ein Biologielehrer einem Diplombiologen auf gleicher Augenhöhe begegnen.

Die Gefahr besteht allerdings auch, dass die eine Schule in eine Vielzahl von Fächern zerfällt, die nur nebeneinander und nicht miteinander unterrichtet werden. So wird in Lehrplänen, Lehrbüchern, und nicht zuletzt natürlich auch im Unterricht, immer mehr darauf geachtet, wo Verbindungslinien zwischen den Fächern bestehen, wo Kooperationen möglich sind ... Auch in der Auswahl des Stoffs wird stärker darauf geachtet, dass nicht zuerst das, was im Zusammenhang der jeweiligen Fachwissenschaft wichtig ist, unterrichtet wird, sondern dass das unterrichtet wird, was die Kinder in ihrem Leben weiterbringt.