AG Eine Welt - Aktionen 2011

AG Eine Welt 2011

Die AG Eine Welt nahm das erste komplette Schuljahr im neuen Schulgebäude zum Anlass, unseren Schulalltag aus ökologischer Perspektive zu betrachten. Unter dem Stichwort „Unser ökologischer Fußabdruck“ versuchten 30 Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zu erkunden, welche schädlichen Spuren wir in unserer Umwelt hinterlassen und wie wir diese Spuren so gering wie möglich halten können.

Das erste Thema war die Heizung. Herr Koller gab uns eine umfassende Einführung in die neue Hackschnitzelheizung und die Schüler untersuchten dann, wie man im Winter möglichst energiesparend lüften kann.

Dann folgten Strom und Wasser. Es war schon überraschend, wie deutlich sich Unterrichtsstunden, Pausen und Nachmittagsunterricht auf die Messdiagramme auswirken. Da wird viel verbraucht und vielleicht ließe sich noch manches einsparen.

Die Bereiche Müll und Papier wurden ganz konkret angepackt, indem die Schüler eigene Papiersammeltonnen für die 5. und 6. Klassen einrichteten. Altpapier ist nach wie vor ein wertvoller Rohstoff, der nichts im Müll zu suchen hat.

Sodann wurde den Jugendlichen durch den beeindruckenden Film „Plastic Planet“ von Werner Boote bewusst, wie problematisch es ist, dass Plastik fast überall, auch in unserer Schule, auf dem Vormarsch ist. Wir machten uns Gedanken über die neuen Whiteboard-Marker, neue Schulstühle aus Plastik, aber auch über die vielen Getränkeflaschen, die die Schüler tagtäglich mit zur Schule bringen. Wieweit es hier konkrete Verbesserungen der Situation geben kann, bleibt abzuwarten.

Schließlich führten einige Schülerinnen eine Umfrage zum Lebensmittelkonsum durch. Auch hier zeigten sich interessante Ergebnisse. Vielen ist nach wie vor kaum bewusst, dass sich der Verzehr von regionalen und biologischen Produkten positiv auf unser aller Leben auswirkt. Auch Fleisch- und Wurstwaren gehören trotz des hohen Energieverbrauchs noch immer zu den alltäglichen Lieblingsspeisen.

Insgesamt war dieses Jahr geprägt durch eine interessante „Spurensuche“, an deren Ende wir alle verstehen konnten, warum wir in Deutschland fast dreimal so viele Ressourcen verbrauchen, als uns die Erde eigentlich zur Verfügung stellen kann. Die AG Eine Welt möchten demnach weiter mithelfen, dass sich dieses Missverhältnis ein klein wenig verbessert, damit unser Schulalltag nicht einen gar zu tiefen Fußabdruck auf unserem Planeten hinterlässt. Deshalb werden wir auch die Beschäftigung mit sozialen Themen, den Einsatz für Hefte aus Altpapier und die Kooperation mit dem Eine-Welt-Laden weiter fortsetzen.

M. Remold, E. Schiegl